Tischtennis Technik & Schläge

 

Auf die Technik kommt’s an

Wo und wie auch immer Sie gegen Ihre Tischtennis-Gegner antreten: Nicht selten entscheidet die Schlagtechnik über Sieg oder Niederlage. Bereits bei der Schlägerhaltung haben Spieler die Wahl. So haben sich zwei Stile etabliert:

- Shakehand

- Penholder

In Europa ist die Shakehand-Haltung verbreitet. Wie der Name schon verrät, greift man den Schläger so, als würde man jemandem die Hand geben: Mittel- und Ringfinger sowie kleiner Finger umschliessen den Schlägergriff, der Daumen liegt auf der Vorhand-, der Zeigefinger auf der Rückhandseite des Schlägerblattes. So kann mit Daumen und Zeigefinger der Schlägerwinkel besser kontrolliert, der Schläger in der Hand besser fixiert und der Ballkontakt besser wahrgenommen werden, als wenn man den Griff mit allen fünf Fingern umschliessen würde.

 

Im asiatischen Raum ist dagegen die Penholder-Haltung beliebt, bei der man den Schläger wie ein Stift hält: Daumen und Zeigefinger umschliessen den Schlägergriff, die anderen Finger werden aufstützend auf die andere Schlägerseite gelegt. Der Penholder-Stil erlaubt allgemein mehr Handgelenkeinsatz, dafür bleiben Rückhandschläge nur absoluten Profis vorbehalten.

 

Angriff im Tischtennis

 

Tischtennis Angriffsschläge - Technik

Darüber hinaus gibt es verschiedene Angriffs- und Verteidigungsschläge mit unterschiedlichem Spin. Mit Spin ist die Drehung des Tischtennisballs um die eigene Achse gemeint. Zu den Angriffsschlägen gehören:

- Topspin
- Sidespin
- Schmetterball
- Flip

 

Der Topspin ist einer der wichtigsten Angriffsschläge im Tischtennis. Der Ball wird mit einer sehr schnellen Aufwärtsbewegung angeschnitten. Dadurch erhält er einen Vorwärtsdrall, durch den sich die Flugbahn nach unten krümmt. Der Effekt: Die Bälle springen deutlich flacher von der TT-Platte ab.

 

Für einen Sidespin muss der Ball mit Seitenschnitt gespielt, sprich, mit einer schrägen Aufwärtsbewegung angeschnitten werden. Beim Aufprall dreht sich der Ball dann seitlich weg. Der Sidespin kommt vor allem beim Tischtennis Aufschlag zum Einsatz, wird von erfahrenen Spielern aber nicht nur im Anspiel, sondern auch als Überraschungsschlag im Ballwechsel eingesetzt.

 

Beim Schmetterball versucht man, dem Ball die grösstmögliche Geschwindigkeit zu verleihen. So braucht es für einen Schmetterball einen grossen Kraftaufwand: der Einsatz des ganzen Körpers und eine grosse, schnelle Armbewegung sind Voraussetzung für einen gelungenen Schmetterball. Der Ball wird am höchsten Punkt auf die gegnerische Hälfte «geschossen».

 

Der Flip ist ein technisch anspruchsvoller Angriffsschlag auf kurze Bälle. Er wird lang gespielt, um den Gegner unter Druck zu setzen. Merkmal ist die Kippbewegung aus dem Handgelenk, die für einen Flip notwendig ist.

 

Abwehr im Tischtennis

 

TT-Technik - Abwehrschläge

Natürlich gibt es im Tischtennis auch verschiedene Verteidigungsschläge. Dazu zählen:

- Unterschnitt / Schupfball
- Ballonabwehr
- Block
- Schnittabwehr
- Konterball

 

Der Unterschnitt oder Schupfball ist ein Konterschlag mit Unterschnitt. Der Ball wird mit einer sehr schnellen Abwärtsbewegung und wenig Vorschub angeschnitten, so dass er eine Rückwärtsrotation erhält. Der Unterschnitt dient meist als sicherer Rückschlag auf Spinbälle und kann das Spiel etwas verlangsamen.

 

Die Ballonabwehr eignet zur Abnahme von Schmetterbällen. Daher steht der Spieler weit hinter der Tischtennisplatte und spielt den Ball sehr hoch mit Top- oder Sidespin zurück, so dass er möglichst weit hinten auf der gegnerischen Plattenhälfte aufkommt.

 

Mit dem Block werden Angriffsbälle früh aus tischnaher Position zurückgespielt. Der Block eignet sich vor allem als Antwort auf Topspin-Bälle. Der Spieler lässt den Ball eigentlich nur gegen den Schläger springen, ohne selbst eine Ausholbewegung auszuführen. Der Effekt: der Ball wird verlangsamt und sein Drall umgekehrt.

 

Bei der Schnittabwehr wird der Ball mit starkem Unterschnitt gespielt – jedoch erfolgt die Ballabnahme extrem tief, manchmal erst kurz vor Bodenkontakt. So ist ein maximaler Unterschnitt möglich, ohne dass der Ball durch den Auftrieb, den er durch den Spin erhält, die gegnerische Tischhälfte überfliegt.

 

Der Konterball ähnelt stark dem Block – mit dem Unterschied, das mit einer kurzen Ausholbewegung dem Ball zusätzlich Geschwindigkeit verliehen wird. So kann der Gegner stärker unter Druck gesetzt werden.

 

Alles klar? Zum üben braucht es nur noch einen geeigneten Tischtennistisch.
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